Erscheinung des Herrn in Italien
Erscheinung des Herrn, auf Italienisch Epifania, wird in Italien am 6. Januar begangen und ist ein anerkannter religiöser Feiertag. Die christliche Bedeutung geht mit der Befana einher, einer Figur der Folklore, deren Besuch bei Kindern und regionale Feierlichkeiten das Ende der Weihnachtszeit markieren.[1][3]
Datum und Feiertagsstatus
Das italienische Gesetz erkennt den 6. Januar als Erscheinung des Herrn und als religiösen Feiertag an. Das Datum ist festgelegt; bei einem Wochenende wird im Kalender kein Ersatztermin aufgeführt. Ob jemand an diesem Tag arbeitet, hängt von der Tätigkeit und den geltenden Arbeitsregelungen ab. Laut italienischer Tourismusbehörde schließen öffentliche und private Büros, und die meisten Betriebe pausieren an Feiertagen.[1][2]
Der 6. Januar steht jedes Jahr auch im nationalen Feiertagskalender. Das Gesetz nennt den Tag selbst und legt keinen Ersatztermin fest.[1]
Religiöse Bedeutung und italienische Folklore
In der westlichen Tradition ist das christliche Fest der Erscheinung des Herrn mit dem Besuch und der Anbetung der Heiligen Drei Könige verbunden. Seine umfassendere christliche Bedeutung schließt auch andere Offenbarungen Christi ein, etwa seine Taufe und sein erstes Wunder.[3]
In Italien ist die folkloristische Figur La Befana eng mit dem Feiertag verbunden. Der bekannten Legende zufolge besucht eine alte Frau in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die Kinder und legt Süßigkeiten oder Kohle in ihre Strümpfe. Laut italienischer Tourismusbehörde gehört dieser Brauch zu den Weihnachtstraditionen des Landes.[3]
Feierlichkeiten und regionale Speisen
Ein bekannter italienischer Spruch bezeichnet die Erscheinung des Herrn als letzten Tag der Weihnachtsfeierlichkeiten: „L’Epifania tutte le feste porta via.“ Die Feierlichkeiten unterscheiden sich je nach Ort. Zu den Beispielen der Tourismusbehörde gehören ein Befana-Ruderwettbewerb auf dem Canal Grande in Venedig, das Verbrennen einer Puppe in Verona, ein Lauf und Kostümumzug in Rom sowie öffentliche Badeveranstaltungen im Meer in mehreren Küstenorten.[3]
Auch die kulinarischen Traditionen unterscheiden sich je nach Region. Die Tourismusbehörde nennt die Fugassa della Befana aus dem Piemont, eine süße Focaccia mit kandierten Früchten und Hagelzucker; toskanische Befanini, mit Rum gewürzte Kekse; Pepatelli mit Mandeln und Honig aus den Abruzzen; sowie frittierte Purcidduzzi aus dem Salento.[3]
Was dich an diesem Tag erwartet
Die Öffnungszeiten können für Besucher variieren. Die italienische Tourismusbehörde empfiehlt, sich vor einem Besuch über Museen und Kulturstätten zu informieren, da einige an Feiertagen schließen. Laut Behörde bleiben Bars, Konditoreien, Eisdielen und Restaurants häufig geöffnet, während die meisten Betriebe pausieren und öffentliche und private Büros schließen.[2]
Die angeführte nationale Empfehlung enthält weder eine einheitliche Öffnungsregel für alle Geschäfte noch einen landesweiten Fahrplan für den Tag der Erscheinung des Herrn. Informiere dich vor der Planung über örtliche Öffnungszeiten und Hinweise der Verkehrsunternehmen.[2]
Häufige Fragen
Wann ist die Erscheinung des Herrn in Italien?
Sie wird am 6. Januar begangen. Das Gesetz legt dieses Datum fest; für den Fall eines Wochenendes ist im Kalender kein Ersatztermin aufgeführt.[1]
Ist die Erscheinung des Herrn in Italien ein Feiertag?
Was könnte am Feiertag geöffnet sein?
Einige Museen und Kulturstätten können geschlossen sein; erkundige dich daher vor einem Besuch. Laut italienischer Tourismusbehörde bleiben Bars, Konditoreien, Eisdielen und Restaurants häufig geöffnet.[2]
Wer ist La Befana?
La Befana ist eine Figur der italienischen Weihnachtsfolklore. Dem verbreiteten Brauch zufolge besucht sie Kinder in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar und legt Süßigkeiten oder Kohle in ihre Strümpfe.[3]
Quellen und Referenzen
Verwendete Quellen für Erscheinung des Herrn in Italien: