Weihnachtstag in Russland: Geschichte, Bräuche und öffentliches Leben
Der Weihnachtstag in Russland wird jedes Jahr am 7. Januar nach dem alten julianischen Kalender gefeiert. Dieses wichtige religiöse Fest erinnert an die Geburt Jesu Christi in der russisch-orthodoxen Tradition. Nach jahrzehntelangem sowjetischen Verbot wurde der Tag im Jahr 1991 als offizieller Feiertag wiederhergestellt.
Geschichte
Jahrhundertelang war Weihnachten eines der wichtigsten Feste im Russischen Kaiserreich. Nach der Revolution von 1917 untersagte die sowjetische Regierung öffentliche religiöse Feiern und verlagerte viele Traditionen auf Silvester. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erhielt der Feiertag 1991 seine offizielle Anerkennung zurück.
Traditions & Food
Dem orthodoxen Weihnachtsfest geht eine strenge vierzigtägige Fastenzeit voraus. Am Abend des 6. Januar versammeln sich Familien zum traditionellen fleischfreien Mahl, sobald der erste Stern am Himmel leuchtet. Das zentrale Gericht ist Kutja, ein süßer Getreidebrei mit Honig und Mohn. Mitternachtsgottesdienste ziehen zahlreiche Gläubige an.
Closures & Travel
Der 7. Januar ist ein offizieller arbeitsfreier Feiertag in Russland. Behörden, Banken und Schulen bleiben an diesem Tag geschlossen. Die öffentlichen Verkehrsmittel verkehren nach einem reduzierten Feiertagsfahrplan. Große Einkaufszentren haben geöffnet, während kleinere Geschäfte möglicherweise früher schließen.
Fragen zum Weihnachtstag in Russland
Warum wird Weihnachten in Russland am 7. Januar gefeiert?
Die russisch-orthodoxe Kirche hält am historischen julianischen Kalender fest, der dem gregorianischen Kalender um dreizehn Tage hinterherhinkt.
Ist Neujahr wichtiger als Weihnachten in Russland?
Aufgrund der sowjetischen Einschränkungen für kirchliche Feste entwickelte sich Silvester zum Hauptfest mit Geschenken und dem Väterchen Frost.