Jom Kippur: Israels heiligster Tag der Einkehr und des Fastens
Jom Kippur ist der heiligste Tag des jüdischen Jahres, der mit einem strengen 25-stündigen Fasten und intensivem Gebet begangen wird. Er fällt auf den zehnten Tischri und schließt die Zehnten Umkehr-Tage mit tiefer Innenschau ab. Gemeinden in ganz Israel kommen völlig zum Stillstand, während Menschen göttliche Vergebung und Versöhnung suchen.
Geschichte
Historisch im biblischen Text verwurzelt, war Jom Kippur der Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste im antiken Jerusalemer Tempel betrat. Nach den biblischen Geboten im Buch Levitikus ist jegliche Arbeit untersagt, um sich ganz der spirituellen Sühne zu widmen. Nach der Zerstörung des Tempels verlagerte sich der Schwerpunkt auf Synagogengottesdienste und persönliche Buße.
Traditioneln und Speisen
Gläubige halten ein 25-stündiges Fasten ohne Wasser und Nahrung ein, begleitet von langen Gottesdiensten wie Kol Nidre. Das Tragen weißer Kleidung drückt Reinheit aus, während das Tragen von Lederschuhen untersagt ist. Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Fasten mit einer gemeinschaftlichen oder familiären Mahlzeit gebrochen.
Schließungen und Reisen
Israel erlebt während Jom Kippur einen völligen Stillstand, da Flughäfen schließen, Fernsehsendungen ruhen und der öffentliche Nahverkehr eingestellt wird. Autobahnen und Stadtstraßen verwandeln sich in riesige Fußgängerzonen, auf denen Kinder Rad fahren und Familien ungehindert spazieren gehen.
Fragen zu Jom Kippur
Fahren Autos an Jom Kippur in Israel?
Nein, der öffentliche Verkehr ruht vollständig und der private Kfz-Verkehr kommt im gesamten Land für die Dauer des Feiertags zum Erliegen.
Welche Haupteinschränkungen gelten an Jom Kippur?
Zu den traditionellen Regeln gehören ein absolutes 25-stündiges Fasten von Speisen und Getränken sowie Verbote von Arbeit, Waschen, Lederschuhen und Kosmetika.