Weihnachtstag in Portugal
In Portugal wird der Weihnachtstag am 25. Dezember begangen und ist im Arbeitsgesetzbuch als gesetzlicher Pflichtfeiertag aufgeführt.[1] Religiöse Feiern und Familientraditionen sind eng mit dem Heiligabend verbunden; zugleich regelt das Gesetz die Arbeit an diesem Feiertag.[1][2]
Datum und rechtlicher Status
Das portugiesische Arbeitsgesetzbuch führt den 25. Dezember als einen der gesetzlichen Pflichtfeiertage auf. Es bestimmt außerdem, dass Tätigkeiten, die sonntags nicht ausgeübt werden dürfen, an gesetzlichen Pflichtfeiertagen schließen oder die Arbeit aussetzen müssen.[1]
Das bedeutet nicht, dass jeder Arbeitsplatz schließen muss: Das Gesetz sieht vor, dass Beschäftigte in Betrieben arbeiten können, die ihren Betrieb nicht einstellen müssen. Diese Beschäftigten haben Anspruch auf Ausgleichsruhe in Höhe der Hälfte der geleisteten Arbeitsstunden oder auf einen Zuschlag von 50 Prozent des entsprechenden Lohns. Der Arbeitgeber entscheidet zwischen diesen beiden Möglichkeiten.[1][2]
Religiöse Bedeutung und Feier
Weihnachten ist das christliche Fest der Geburt Jesu. Die nationale Tourismusbehörde Portugals beschreibt die Mitternachtsmesse, die als „Hahnenmesse“ bekannt ist, sowie Krippen in Kirchen und Häusern als Teil der Weihnachtsbräuche.[3]
Das wichtigste Familientreffen beginnt oft am Heiligabend. Familien essen häufig gemeinsam Kabeljau; Geschenke werden je nach Familientradition nach Mitternacht oder am nächsten Morgen ausgetauscht.[3]
Speisen und regionale Bräuche
Zu den saisonalen Speisen gehören Bolo-rei, ein Kuchen mit kandierten oder getrockneten Früchten, sowie Süßigkeiten und Krapfen wie Broas Castelares, Filhós, Sonhos und Rabanadas. In den Tagen um Weihnachten werden auch Truthahnbraten und andere Fleischgerichte gegessen.[3]
Roupa velha wird aus Resten des Heiligabendessens zubereitet, darunter Kabeljau und Gemüse. Die Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Portugals führt das Gericht als saisonale Speise auf, die mit dem Gebiet zwischen den Flüssen Douro und Tâmega verbunden ist.[4]
Ein von der Tourismusbehörde beschriebener regionaler Brauch ist das Verbrennen eines großen Weihnachtsscheits auf Kirchhöfen, etwa in Bragança, Guarda und Castelo Branco sowie in einigen Dörfern. Das Feuer dient am Heiligabend als Treffpunkt für Nachbarn und Freunde.[3]
Arbeit und Öffnungszeiten
Das Arbeitsgesetzbuch legt für Betriebe, die sonntags nicht arbeiten dürfen, eine klare Regel fest: Sie müssen am Weihnachtstag schließen oder die Arbeit aussetzen. Betriebe, die sonntags arbeiten dürfen, können geöffnet bleiben. Für dort Beschäftigte gelten die gesetzlichen Schutzbestimmungen für Feiertage.[1][2]
Das Gesetz legt keine einheitlichen Öffnungszeiten für alle Geschäfte, Restaurants, Banken oder Verkehrsdienste fest. Erkundige dich vor deinen Plänen direkt beim jeweiligen Betrieb oder Verkehrsanbieter, denn die gesetzliche Feiertagsregel hängt davon ab, ob die betreffende Tätigkeit sonntags ausgeübt werden darf.[1]
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der Weihnachtstag in Portugal?
Er wird jedes Jahr am 25. Dezember begangen, der im Arbeitsgesetzbuch als gesetzlicher Pflichtfeiertag aufgeführt ist.[1]
Haben Beschäftigte am Weihnachtstag arbeitsfrei?
Was essen die Menschen in Portugal zu Weihnachten?
Haben Geschäfte und Restaurants am Weihnachtstag geöffnet?
Für alle Betriebe gilt keine einheitliche Öffnungsregel. Das Arbeitsgesetzbuch schreibt nur Tätigkeiten, die sonntags nicht ausgeübt werden dürfen, die Schließung vor. Erkundige dich daher nach den Öffnungszeiten des jeweiligen Ortes, den du besuchen möchtest.[1]
Quellen und Referenzen
Verwendete Quellen für Weihnachtstag in Portugal:
- Código do Trabalho - CT - Subsecção IX- Assembleia da República, Diário da República
- Código do Trabalho - CT - Artigo 269.º- Assembleia da República, Diário da República
- Christmas Traditions in Portugal- Turismo de Portugal
- Produtos Tradicionais Portugueses — Roupa Velha- Direção-Geral de Agricultura e Desenvolvimento Rural