Todestag des Propheten Mohammed und Imam Hassans (Mujtaba) im Iran
Irans Gesetz führt den 28. Safar als offiziellen Feiertag auf und macht den Tag damit zu einem landesweiten Gedenktag und religiösen Anlass.[1] Im Iran ist er mit dem Tod des Propheten Mohammed und dem Märtyrertod Imam Hassans verbunden; begangen wird er mit Trauerzeremonien und der Ausgabe von Speisen für wohltätige Zwecke.[2][3]
Ein offizielles Datum im Iran
Irans Gesetz über die offiziellen Feiertage führt den 28. Safar unter den landesweiten Feiertagen auf. Das Gesetz erlaubt der Regierung außerdem, an von ihr festgelegten Feiertagen die Bereitstellung wichtiger Dienste zu regeln; eine besondere Ersatzfeiertagsregelung für diesen Gedenktag sieht es nicht vor.[1]
Das Datum richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, daher verschiebt es sich im bürgerlichen Kalender von Jahr zu Jahr. Im schiitischen Gedenkkalender ist der 28. Safar der Jahrestag des Todes des Propheten Mohammed und des Todes des zweiten Imams, Hassans.[2]
Bedeutung und Gedenken
An diesem Tag wird des Propheten gedacht und um Imam Hassan getrauert, einer zentralen Gestalt der schiitischen religiösen Tradition. Iranica führt den 28. Safar als einen der Tage an, an denen in einem Dorf in Lorestan gemeinsam getrauert wird. Zugleich weist die Enzyklopädie darauf hin, dass die Bedeutung und die Bräuche dieses Tages in eine längere Trauerzeit während Muharram und Safar eingebettet sind.[2]
Bei Trauerversammlungen können Klagelieder und religiöse Gedichte vorgetragen werden. Irans Kulturdienst berichtet von solchen Zusammenkünften am 28. Safar; Iranica hält fest, dass Rawza-Lesungen und Predigten auch in Privathäusern und religiösen Versammlungshäusern, den Hosseiniyehs, stattfinden.[2][3]
Speisen und regionale Bräuche
Bei manchen Gedenkfeiern werden Speisen für wohltätige Zwecke ausgegeben. Irans Kulturdienst nennt Scholeh Zard, einen Safran-Reisbrei, und Ash Sholeh Qalamkar, einen Fleisch-Linsen-Eintopf, als Speisen, die zu diesem Anlass zubereitet und geteilt werden.[3] Iranica dokumentiert außerdem, dass am Jahrestag von Imam Hassans Tod in Maschhad Halva verteilt wird.[2]
Die Gedenkformen unterscheiden sich je nach Ort und Gemeinschaft. Diese Speisen und Zeremonien sollten daher nicht als landesweit verbreitete Bräuche verstanden werden. Iranica beschreibt regionale Unterschiede bei schiitischen Trauertraditionen und eine bestimmte gemeinschaftliche Gedenkform am 28. Safar in Lorestan.[2][3]
Planung rund um den Feiertag
Der gesetzliche Status macht den Tag zu einem Feiertag. Reisende sollten sich für die Öffnungszeiten vor Ort direkt bei Ämtern, Banken, Geschäften und Verkehrsdiensten erkundigen.[1]
Häufig gestellte Fragen
Ist der 28. Safar im Iran ein gesetzlicher Feiertag?
Ja. Irans Gesetz über die offiziellen Feiertage führt den 28. Safar auf.[1]
Warum wird der Tag begangen?
Im schiitischen Gedenkkalender ist der 28. Safar der Jahrestag des Todes des Propheten Mohammed und Imam Hassans.[2]
Haben Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel geöffnet?
Geschäfte und Verkehrsbetriebe legen ihre Öffnungszeiten selbst fest, also erkundige dich bei ihnen, bevor du reist.[1]
Quellen und Referenzen
Verwendete Quellen für Todestag des Propheten Mohammed und Imam Hassans (Mujtaba) in Iran:
- لایحه قانونی تعیین تعطیلات رسمی کشور- Islamic Revolution Council of Iran (legislation hosted by Nezamat)
- FESTIVALS iii. Shi’ite- Encyclopædia Iranica Foundation
- Echoes of devotion: Iran’s mourning traditions for Prophet Muhammad (PBUH) and Imam Hassan (AS)- Islamic Culture and Communication Organization