Erntedankfest auf der Norfolkinsel
Die Norfolkinsel ist eines der wenigen Gebiete außerhalb Nordamerikas, das Thanksgiving als offiziellen Feiertag begeht. Gefeiert am letzten Mittwoch im November, geht das Fest auf den Einfluss US-amerikanischer Walfänger im 19. Jahrhundert zurück. Inselbewohner versammeln sich zu festlichen Gottesdiensten und ausgiebigen Gemeinschaftsessen.
Historischer Ursprung
Die Tradition entstand im späten 19. Jahrhundert durch den regen Kontakt mit amerikanischen Walfangschiffen im Südpazifik. Um 1895 richtete der US-Kaufmann Isaac Robinson in der All Saints Church in Kingston eine Erntedankfeier aus und dekorierte die Bänke mit Inselfrüchten. Nach seinem Tod auf See übernahm die lokale Gemeinde den Brauch dauerhaft und verband ihn mit ihrer polynesisch-britischen Pitcairn-Kultur.
Traditionen und Festmahl
Kirchengemeinden schmücken Altäre mit frischem Gemüse, tropischen Früchten, Blumen und traditionellem Maisbrot. Nach der Segnung werden die dargebrachten Erntegaben meistbietend versteigert, um die Kircheninstandhaltung zu finanzieren. Anschließend treffen sich Familien zu Mahlzeiten mit Schweinebraten, Geflügel, Pilahi (gebackenem Süßkartoffel- oder Bananenauflauf) und Obstkuchen.
Öffnungszeiten und Reisehinweise
Behörden, Banken und reguläre Dienstleister bleiben am Feiertag geschlossen. Einige Gastronomiebetriebe und Anbieter von Ausflügen im Hauptort Burnt Pine arbeiten mit verkürzten Arbeitszeiten. Reisende sind in den Gotteshäusern herzlich willkommen und können an den Erntegottesdiensten und Versteigerungen teilnehmen.
Fragen zum Erntedankfest
An welchem Tag findet Thanksgiving auf der Norfolkinsel statt?
Der Feiertag fällt jedes Jahr auf den letzten Mittwoch im November.
Dürfen Reisende die Erntedank-Gottesdienste besuchen?
Ja, Besucher sind in den Kirchen zur Teilnahme an der Andacht und den anschließenden Auktionen gern gesehen.