Großer Bettag in Grönland: Geschichte, Bräuche und Bedeutung
Der Große Bettag, in Grönland als Tussiarfissuaq bekannt, wird jährlich am vierten Freitag nach Ostern begangen. Anders als das dänische Kernland, welches diesen gesetzlichen Feiertag abgeschafft hat, hält das arktische Territorium an der Tradition fest. Die Bevölkerung nutzt diesen ruhigen Frühlingstag für Gottesdienste und familiäre Zusammenkünfte.
Geschichte des Feiertags
Der Feiertag geht auf das Jahr 1686 zurück, als der dänische Bischof Hans Bagger durch eine königliche Verordnung mehrere kirchliche Buß- und Bettage zu einem einzigen nationalen Anlass zusammenlegte. Während Dänemark diesen Feiertag zur Stärkung des Verteidigungshaushalts strich, entschied sich Grönland bewusst dafür, die historische Feiertagstradition beizubehalten.
Traditionen und kulinarische Bräuche
Ein fester Bestandteil des Vorabends ist das Backen und Verzehren von warmen Weizenbrötchen, den sogenannten varme hveder. Da Bäckern früher das Arbeiten am eigentlichen Feiertag untersagt war, wurden die Brötchen am Vorabend gebacken und am nächsten Tag aufgewärmt. Bis heute pflegen Familien diesen Brauch und besuchen gemeinsam Gottesdienste in den Gemeinden.
Schließungen und Reisehinweise
Als offizieller Feiertag bleiben Behörden, Schulen und die meisten Geschäfte in ganz Grönland an diesem Tag geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr verkehrt nach reduzierten Feiertagsfahrplänen, weshalb Reisende ihre Wege entsprechend planen sollten. Die Ortschaften präsentieren sich von ihrer ruhigen Seite und bieten Einblick in den arktischen Alltag.
Häufig gestellte Fragen zum Bettag in Grönland
Ist der Bettag in Grönland weiterhin ein offizieller Feiertag?
Ja, im Gegensatz zu Dänemark, das den Feiertag 2024 abschaffte, wird er in Grönland weiterhin als gesetzlicher Feiertag begangen.
Nach welchem Schema wird das Datum berechnet?
Der Feiertag fällt immer auf den vierten Freitag nach dem Ostersonntag und wechselt daher jährlich zwischen April und Mai.