Weihnachten in Deutschland
Der erste Weihnachtstag fällt in Deutschland jedes Jahr auf den 25. Dezember. Er ist ein gesetzlicher Feiertag; seine religiöse Bedeutung zeigt sich in Gottesdiensten und den Weihnachtsbräuchen, die im ganzen Land gepflegt werden.[1][2][6]
Ein Feiertag mit geschützter Ruhe
Die Feiertagsgesetze der Länder bestimmen den 25. Dezember als Ersten Weihnachtstag. Das sächsische Gesetz nennt sowohl den 25. als auch den 26. Dezember als gesetzliche Feiertage; Niedersachsen führt ebenfalls den Ersten und Zweiten Weihnachtstag unter seinen landesweit anerkannten Feiertagen auf.[1][2]
Der Feiertag ist Teil der in Deutschland geltenden Sonntags- und Feiertagsruhe. Nach Bundesrecht muss ein Arbeitgeber Beschäftigte für planmäßige Arbeitszeit bezahlen, die wegen eines Feiertags ausfällt. Arbeiten sind an Feiertagen grundsätzlich verboten, doch das Gesetz sieht Ausnahmen für Dienste und Arbeiten vor, die weiterlaufen müssen.[3][4]
Bedeutung und Geschichte
Für Christinnen und Christen feiert Weihnachten die Geburt Jesu. Die Evangelische Kirche in Deutschland beschreibt Gottesdienste, Kerzen, geschmückte Bäume und Krippen als etablierte Formen, das Fest zu begehen.[6]
Das Datum hat im deutschsprachigen Raum eine lange Geschichte. Laut einem Bericht der Evangelischen Kirche in Deutschland erklärte eine Mainzer Synode Weihnachten im Jahr 813 in den deutschsprachigen Gebieten zum allgemeinen Feiertag. Derselbe Bericht führt die heutige Bedeutung der Christmette auf Veränderungen der Gottesdienstzeiten zurück: Als die Gottesdienste vom frühen Morgen in die Mitternacht und später in den Nachmittag oder Abend verlegt wurden, setzte sich das Schenken am 24. Dezember durch.[5]
Gottesdienste, Familienbräuche und Essen
Dem Ersten Weihnachtstag geht Heiligabend voraus, der für Familien oft ein wichtiger Anlass ist. Gottesdienste gehören zur Weihnachtszeit, und manche besuchen auch am Weihnachtstag einen Gottesdienst. Die EKD weist darauf hin, dass in Teilen Mittel- und Süddeutschlands ein früher Gottesdienst am Weihnachtsmorgen ein bedeutendes Fest bleibt.[5][6]
Weihnachtsgerichte unterscheiden sich je nach Region und Familie. Die EKD nennt Gänsebraten als bekanntes Weihnachtsgericht sowie Schweinebraten und Weihnachtskarpfen; außerdem weist sie darauf hin, dass Festessen traditionell besonders am Ersten Weihnachtstag üppig ausfielen.[5]
Was sich an diesem Tag ändert
Stell dich auf einen ruhigeren öffentlichen Alltag als an einem gewöhnlichen Werktag ein. Bundesrecht verbietet Beschäftigten grundsätzlich, an Feiertagen zu arbeiten; für bestimmte Dienste gelten Ausnahmen. In Sachsen schützt das Feiertagsgesetz Feiertage als Ruhetage und erlaubt den Betrieb von Eisenbahnen und anderen Personenverkehrsdiensten. Die tatsächlichen Verbindungen und Öffnungszeiten hängen vom Ort und Anbieter ab.[1][4]
Weihnachten in Deutschland: häufig gestellte Fragen
Wann ist Weihnachten in Deutschland?
Ist Weihnachten arbeitsfrei?
Haben Geschäfte und andere Dienste geöffnet?
Viele alltägliche Aktivitäten ruhen am Feiertag, doch Öffnungsregeln und Ausnahmen sind unterschiedlich. Erkundige dich vor der Fahrt direkt bei einem Geschäft oder Dienstleister; nach dem sächsischen Feiertagsgesetz darf der Personenverkehr betrieben werden.[1]
Quellen und Referenzen
Verwendete Quellen für Weihnachten in Deutschland:
- Gesetz über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen- Freistaat Sachsen
- Feiertagsrecht- Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung
- § 2 EntgFG - Einzelnorm- Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz
- ArbZG - Arbeitszeitgesetz- Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz
- Weihnachten- Evangelische Kirche in Deutschland
- Weihnachten- Evangelische Kirche in Deutschland